Wer seine Entwicklung für abgeschlossen hält, ist völlig fertig.

(Peter E. Schumacher)

Schön, dass Sie nicht „fertig“ sind und weiterlesen!

Entwicklungsthemen in Ihrem Leben oder Ihrem Unternehmen könnten eine hilfreiche, erfahrene und hoch individuelle Begleitung vertragen?

Dann stöbern Sie doch weiter durch meine Seiten, oder kontaktieren Sie mich.

 

Frage dich:

„Was lässt mich morgens freudig aus dem Bett springen?”

anstatt:

„Was raubt mir nachts den Schlaf?“

(Nicole Brandes, Leadership-Expertin)

Zum Thema Führungspersönlichkeit im Bayern3-Interview (vom 26.7.16 mit Brigitte Theile)


 

„Ist doch nix passiert!“

über den Frieden mit den emotionslosen Eltern

Mein Sohn, damals drei Jahre alt, rutscht aus und fällt um: Erst Schweigen, dann Entsetzen, schließlich Heulkrampf. Mein Reflex: Hingehen, wieder aufstellen, „Ist doch nix passiert!“.

Schnitt. Faktensammlung.
Was ist passiert? 

Der Kleine ist umgefallen und – definitiv – hat er sich (mindestens) erschrocken.
Warum also will ich behaupten, dass nix passiert ist?

Klarer Fall: Weil meine Mama das auch immer zu mir gesagt hat.
Heute, nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema Kriegskinder, verstehe ich auch, warum. 

Schön, dass ich für so eine sinnfreie Aussage keinen Anlass mehr habe und meine Kinder trösten und knuddeln kann, wenn sie sich erschrocken haben.
Und, dass ich meiner Mama für Ihre damaligen Reaktionsmuster heute keinen Vorwurf mehr mache, weil ich verstehe, woher sie kommen.

http://www.zeit.de/2014/39/zweiter-weltkrieg-kriegskinder

Buchtipp Kriegsenkel – die Erben der vergessenen Generation von Sabine Bode

Mamamorphose – wenn Oma alles vergisst…


Angefangen hat alles damit, dass meine Mama – familienalias Oma Lotte – sich auf der Autofahrt zu uns immer öfter verfranst hat. Dann hat sie Verabredungen versemmelt und blieb schliesslich (sicherheitshalber) immer öfter am liebsten daheim.

Vorab vergingen bestimmt zwei Jahre, in denen ihre (unbewussten) Strategien, die sich anbahnende Demenz und Depression zu verbergen, perfekt aufgingen. Als mir dann langsam ein Licht aufging, fuhr ich erstmal volles Programm auf: Neurologe, Gedächtnissprechstunde, Angehörigenhilfe, diverse Vorträge zum Thema… 

Verändert hat sich dabei eines: Oma Lottes Gedächtnis, ihr Antrieb und ihre Alltagstauglichkeit nahmen immer weiter ab, ihr Gewicht dagegen stetig zu.

Lediglich mein Frust und Festhalten-Wollen an der Mama, die ich kannte, war konstant.

„Lass dich nicht so hängen“, „Komm, wir gehen eine Runde spazieren“, „Komm mit zum Neurologen, wir probieren ein anderes Medikament“, „Mama, du isst ja schon die dritte Portion“,…

Gebracht hat das alles: natürlich nichts, Energie gekostet dagegen eine Menge.

Und Oma Lotte? Die wurde immer entspannter, immer ulkiger und immer kuscheliger. Langsam kam der Verdacht in mir auf, dass sie angefangen hat, all das Ausruhen, alle Umarmungen und alle Leichtigkeit, die sie zeitlebens durch beständiges Funktionieren versäumt hat, aufzuholen. Recht hat sie doch eigentlich, oder? Und immerhin ist sie ja noch da, und wie knuddelig – emotional betrachtet genau die Mama, die ich mir immer gewünscht hätte.

„Lass‘ dir’s schmecken, liebe Oma Lotte!“

Buchtipp:
Arno Geiger
Der alte König in seinem Exil
ISBN 978-3-446-23634-9

DVD Filmdokumentation Vergiss mein nicht (David-Sieveking)

Artikel über das Yogazentrum Nürnberg

erschienen im Stadtanzeiger der Nürnberger Nachrichten am 20. April 2016

zum Artikel im pdf-Format: YZN_Stadtanzeiger_20_4_16

Veröffentlichung im April 2016 | e&l erleben und lernen

Erlebnispädagogisches Konzept für angehende Ruheständler

Zum Artikel im pdf-Format: Art_e&l_scan.compressed